Großer Tag für große Taten

Land Kärnten ehrt Einsatzkräfte mit einem Fest: unermüdlich, unerschrocken, immer bereit, um andere zu retten – LH Kaiser und LHStv. Gruber danken offiziell im Namen des Landes – Katastrophenschutzmedaille in Gold an Militärkommandanten Walter Gitschthaler.

KLAGENFURT. Angesichts der vielen Einsätze, die auch auf Grund der Unwettersituation immer mehr werden und von den Einsatzkräften sämtlicher Organisationen immer mehr verlangen, sei der Tag der Einsatzkräfte, der von Seiten des Landes organisiert wird, nunmehr eine Selbstverständlichkeit, um die unschätzbare Arbeit der Einsatzkräfte vor den Vorhang zu holen. In einem Videobeitrag kamen zu Beginn der Veranstaltung zahlreiche Menschen zu Wort, die ihre Rettung durch die Einsatzkräfte in Notsituationen und Katastrophen eindrucksvoll und berührend schilderten. Sie alle drückten hochemotional noch einmal ihren Dank für die Hilfe, Unterstützung und Rettung aus.

„Worte können oft gar nicht ausreichen, aber nehmen Sie unser herzliches, tief empfundenes Danke an. Es ist überlebenswichtig, dass es Sie alle gibt. Danke, Danke, Danke. Wir wollen, dass Sie alle wissen, wie sehr wir ihre Arbeit, ihren Einsatz, das Engagement, die Unerschrockenheit und Hilfsbereitschaft, die Sie bei jeder Gelegenheit der Bevölkerung gegenüber an den Tag legen, schätzen. Die großen Unwetter der jüngsten Zeit sind ein Beleg dafür, dass es ohne Einsatzkräfte und ihren Mut nicht möglich wäre, Menschen zu retten, zu bergen, in Unwettersituationen konzentriert und konsequent vorzugehen. Denn es waren und sind immer Sie, die egal bei welcher Katastrophe den Menschen zur Seite gestanden sind und stehen“, betonte LH Peter Kaiser bei der Veranstaltung im Klagenfurter Konzerthaus, gestern, Freitag. Dies sei umso bemerkenswerter, denn die Einsatzkräfte werden von einem Heer Freiwilliger unterstützt. „Das Ehrenamt, die Freiwilligkeit, mehr zu leisten als üblich, sind die Stützen der Einsatzkräfte. Machen Sie alle so weiter. Kärnten braucht Sie“, wies Kaiser hin.

Auch LHStv. Martin Gruber betonte die Wichtigkeit des heutigen Tages, um offiziell zu danken und die Leistungen der Einsatzkräfte zu würdigen und ihnen Anerkennung zu zollen. „Die Katastrophe in Arriach und Treffen im Vorjahr hat mich tief betroffen gemacht. Aber sie hat sichtbar gemacht, wie gut die Zusammenarbeit aller Einsatzorganisationen an allen Ecken und Enden funktioniert. Ohne zu hinterfragen, ohne auf die Zeit zu achten, stand alleine das Helfen und Retten im Vordergrund. Ich möchte meine tiefste Bewunderung ausdrücken gegenüber allen, die nicht nur hauptberuflich, sondern auch ehrenamtlich ihren Dienst am Nächsten erfüllen. Niemals wäre das Ehrenamt je mit Steuergeld zu finanzieren. Für ihren Dienst an der Gesellschaft können wir nur danken. Sie alle stehen für anderen ein, ohne an sich selbst zu denken. Von Seiten der Politik haben wir die klare Aufgabe, Sie alle auch entsprechend auszustatten, in Gerät und Maschinen zu investieren, damit Sie ihre hilfreiche Arbeit auch entsprechend erfüllen können“, sagte Gruber, der, seit es ihm als Jugendlicher möglich war, selbst der Freiwilligen Feuerwehr Kappel am Krappfeld angehört. 

Im Zuge des Tages der Einsatzkräfte erhielt Militärkommandant Walter Gitschthaler von LH Kaiser und LR Gruber die Katastrophenschutzmedaille in Gold verliehen. Es ist dies das erste Mal, dass in Kärnten die Medaille in Gold für den Katastrophenschutz verliehen wird. „Wir haben in Walter Gitschthaler, der mit 31. August seinen Ruhestand antreten wird, einen Experten, einen strukturiert vorgehenden Militärkommandanten, der mit Wissen, der internationalen Erfahrung und vor allem Besonnenheit vorgeht und es damit geschafft hat, gerade in Krisen oder Katastrophensituationen die notwendige Ruhe und konzertierte Vorgangsweise an den Tag zu legen. Walter Gitschthaler hat sich auch immer als Ratgeber und Partner für das Land erwiesen und wir danken ihm daher persönlich und sichtbar mit dieser Medaille in Gold“, so Kaiser. Egal, um welche Krise oder Katastrophe es bisher gehandelt hat, Pandemie, Flüchtlingskrise, Schneechaos, Sturmtiefs, Murenabgänge oder Hochwasser – Walter Gitschthaler mit dem Bundesheer seien immer erste Ansprechpartner für das Land gewesen. „Wir möchten dir, lieber Walter, daher heute hier vor allen, mit welchen du in so vielen Einsätzen gerettet und geholfen hast, diese Katastrophenschutzmedaille in Gold überreichen“, so Kaiser. 

Gruber hielt fest, dass diese Auszeichnung auch stellvertretend für all jene, die mehr leisten, als sie müssen, an Gitschthaler überreicht wird. „Alle Einsatzorganisationen sind froh, wenn schlussendlich auch das Bundesheer zu Hilfe kommt. Wir können uns auf unser Heer immer verlassen“, sagte Gruber. 

Für Kaiser sind die Einsatzkräfte und ihr Tun auch verantwortlich für das Sicherheitsgefühl, das die Bevölkerung in Kärnten haben kann. Sie tragen laut Kaiser durch eine Umfrage belegt, damit wesentlich zur Lebensqualität in unserem Bundesland bei. „Die Lebensqualität in einem Land ist auch vom Schutz- und Sicherheitsgefühl mitbestimmt. Daher sage ich danke, im Namen der Regierung und des Kärntner Landtages. Ich bin stolz, Landeshauptmann eines Landes mit solchen Einsatzkräften zu sein“, hielt Kaiser fest. Auch von politischer Seite werde die Regierung weiterhin wir alles daransetzen, um beste Rahmenbedingungen zu schaffen, für die, die täglich bereit sind, ihr Leben für das Wohl der Kärntnerinnen und Kärntner aufs Spiel zu setzen. 

Katastrophenschutzreferent LR Daniel Fellner, der krankheitsbedingt nicht teilnehmen konnte, sei es ein Anliegen, auch in Abwesenheit als zuständiger Referent allen Einsatzkräften zu danken. „Als Referent bin ich oft mit dabei, wenn die Männer und Frauen im Einsatz stehen unter widrigsten Bedingungen, selbstlos retten und schützen und oft selbst ihr Leben an den Rand der Gefahr bringen. Ich danke allen, die sich mit dieser Arbeit, vor allem ihrem freiwilligen Einsatz in den Dienst der Gesellschaft stellen und damit große Vorbilder sind, weil sie ganz selbstverständlich helfen und retten“, so Fellner.

Bischof Josef Marketz dankte ebenso persönlich allen Anwesenden für ihre Einsatzbereitschaft. „Helfen geht am Besten, wenn viele zusammenhelfen, das hält unsere Gesellschaft zusammen. Auch wir als Kirche, die Priester, wollen Teil dieser Einsatzkräfte sein mit einer eigenen Rolle. Wir können Kraft und Stärke geben, wir können Opfer begleiten. Und ich entschuldige mich aufrichtig, wenn wir nicht immer das waren, wenn wir es hätten sein sollen“, sagte der Bischof.

Die Gelegenheit, sich bei allen Helferinnen und Helfern für all ihre Einsätze und ihre Leistungsbereitschaft zu bedanken, nutzten unter anderen die Landtagspräsidenten Christoph Staudacher und Andreas Scherwitzl stv. für alle Abgeordneten, Klubobmann Gernot Darmann, Landespolizeidirektorin Michaela Kohlweiß, Rudi Schober, Präsident des Zivilschutzverbandes Kärnten, zahlreiche Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, die Bezirkshauptleute, sowie stellvertretend für die ausländischen Gäste, aus Italien, der Leiter der Katastrophenschutz- und Zivilschutzbehörde der autonomen Region Friaul Julisch Venetien, Amedeo Aristei und aus Slowenien Branko Sojer, Leiter des Staatsamtes für Zivilschutz und Katastrophenhilfe im Verteidigungsministerium. 
Weiters unter den zahlreichen Mitgliedern der Einsatzorganisationen Martin Pirz, Präsident des Österreichischen Roten Kreuz Kärnten, Bruno Rassinger, Landesleiter der Österreichischen Wasserrettung in Kärnten, Bergrettung-Landesleiter Otmar Striednig, Markus Hudobnik, Katastrophenschutzbeauftragter des Landes Kärnten, die Landesfeuerwehrkommandanten mit Rudolf Robin.
Umrahmt wurde die Veranstaltung von der Musikgruppe Popwal, die heuer ihr 10jähriges Bestehen feiert, moderiert hat Marco Ventre. 

Quelle: LPD Kärnten

LPD Kärnten/Helge Bauer