Neuer Öffi-Fahrplan: Kärnten startet in größtes Mobilitätsupgrade
LR Schuschnig: Landesweiter Fahrplanwechsel mit Inbetriebnahme der Koralmbahn am 14. Dezember 2025 – Taktverdichtungen und mehr Angebot in allen Kärntner Regionen – Kärntner Linien informieren Öffi-Nutzer über neue Fahrpläne – „Fahrplanwechsel bringt größte Angebotsausweitung aller Zeiten“
KLAGENFURT. Die Inbetriebnahme der Koralmbahn am 14. Dezember 2025 läutet auch für den öffentlichen Regionalverkehr in Kärnten ein neues Zeitalter ein. Mit Fahrplanwechsel im Dezember kommt es zur bisher größten Angebotsausweitung im Kärntner Nahverkehr. Verkehrslandesrat Sebastian Schuschnig präsentierte heute, Mittwoch, gemeinsam mit Beate Sommer von den Kärntner Linien und Reinhard Wallner von den ÖBB die neuen Öffi-Fahrpläne. „Der Fahrplanwechsel ist ein Meilenstein im Öffentlichen Verkehr in Kärnten. Wir schaffen damit nicht nur bestmögliche Anbindungen an die Koralmbahnstrecke, sondern vor allem eine massive Angebotsausweitung und Takterhöhung in der Fläche. Das bedeutet, in ganz Kärnten wird das Öffi-Angebot dichter, schneller, komfortabler und näher an den Menschen als jemals zuvor“, betont Schuschnig.
Mit der Einführung der neuen Fahrpläne werden Bahn, Bus und der Mikro-ÖV noch enger verzahnt und aufeinander abgestimmt. Auf der neuen Hochleistungsachse zwischen Klagenfurt und Graz werden künftig 29 tägliche Direktverbindungen angeboten – ergänzt durch 26 Fernverkehrsverbindungen zwischen Wien und Klagenfurt und einem Stundentakt nach Salzburg. In Klagenfurt, Villach, St. Veit und Wolfsberg entstehen moderne Verkehrsknoten, die Bahn, Bus und Mikro-ÖV zu nahtlosen Reiseketten verbinden. Das gesamte Bundesland wird über die S-Bahn-Linien S1 bis S7 sowie den neuen Interregio „Alpe-Adria“ im Stundentakt erschlossen.
„Der Fahrplanwechsel 2026 ist mehr als eine Anpassung er ist ein Feiertag der öffentlichen Mobilität, ein kraftvoller Schritt in die Zukunft, ja nahezu ein Neubeginn des öffentlichen Verkehrs in Kärnten. Deutlich mehr Angebot, Bus und Bahn ergänzen einander immer besser, Übergänge werden kürzer, Takte dichter und Wege leichter. Unsere Vision ist klar: Mobilität soll kein Hindernis sein, sondern neue Möglichkeiten eröffnen, auch wenn es durch diesen großen Schritt zum Teil auch Anpassungen des individuellen Verhaltens erfordert,“ so Reinhard Wallner.
Im Zentralraum wird werktags ein 30-Minuten-Takt und zwischen Klagenfurt und St. Veit sogar ein 20-Minuten-Takt eingeführt. „Das ist das dichteste Angebot im ganzen Bundesland“, sagt Schuschnig. Parallel dazu wird das Busnetz deutlich verstärkt: mit neuen Hauptachsen, dichteren Takten und abgestimmten Anschlüssen. Zur besseren Orientierung wird zudem das gesamte Bussystem auf ein neues, modernes Nummernschema umgestellt. Ergänzt wird das Angebot durch längere Betriebszeiten auf nahezu allen Schienen- und Busverbindungen. „Wir haben den Öffi-Ausbau in den vergangenen Jahren massiv vorangetrieben und Millionen investiert. In den letzten rund zehn Jahren konnte das Angebot der Kärntner Linien mehr als verdoppelt werden. Das bedeutet ein Plus von 18,9 Millionen Angebotskilometer. Jetzt bekommt der regionale Nahverkehr einen weiteren kräftigen Schub, der in ganz Kärnten spürbar wird“, so Schuschnig.
Ein besonderer Schwerpunkt des Fahrplanwechsels ist die noch engere Verknüpfung von Bus und Bahn. Insgesamt werden Busse an 38 Bahnhaltepunkten direkt an den Taktverkehr der Bahn angebunden – wovon vor allem Pendler und Schüler profitieren. „Die Koralmbahn verändert das Pendeln grundlegend: schneller, nachhaltiger – und besser vernetzt bis zur letzten Meile. Durch smarte Verknüpfungen mit Bus und Bahn entsteht in Kärnten ein Mobilitätsnetz, das Menschen und Regionen im gesamten Alpen-Adria-Raum alltagstauglich verbindet“ betont Beate Sommer.
Die Angebotsverbesserungen bringen Veränderungen in nahezu allen Fahrplänen der Kärntner Öffis. „Abfahrts- und Ankunftszeiten, Verbindungen und vieles mehr wird sich ändern. Kein Stein bleibt auf dem andern. Daher ist es dringend notwendig, sich rechtzeitig über die neuen Fahrpläne zu informieren und das Serviceangebot der Kärntner Linien zu nutzen“, appelliert Schuschnig an alle Öffi-Nutzer.
Informationen und persönliche Beratung rund um den Fahrplanwechsel gibt es in den 22 Kundenbüros der Kärntner Lienen oder online unter http://www.kaerntner-linien.at. Zudem ist das Team der Kärntner Linien derzeit im ganzen Bundesland unterwegs, um über die neuen Fahrpläne zu informieren. Die nächsten Stationen sind am 21. November in Gmünd, am 27. November in Hermagor sowie von 1. bis 6. Dezember in Klagenfurt.
Direkt zu den neuen Fahrplänen geht es unter www.wir-verbinden.at.
Quelle: LPD Kärnten
Fotohinweis: Kärntner Linien
