Regierungssitzung: Land unterstützt heimische Landwirtschaft bei Risikovorsorge

LHStv. Gruber: Wichtige Entlastung bei Auswirkungen von Unwetterereignissen sowie Tierseuchen – Land und Bund übernehmen 55 Prozent der Versicherungsprämie – Landesanteil beträgt mehr als fünf Millionen Euro

KLAGENFURT. Extreme Wetterereignisse wie Hitze, Dürre, Hagel oder Starkregen nehmen spürbar zu und stellen die heimische Landwirtschaft vor immer größere Herausforderungen. In den vergangenen Jahren führten die Auswirkungen von Unwettern zu massiven Dürreschäden und teilweise zu vollständigen Ernteausfällen. Um die Kärntner Bäuerinnen und Bauern bei der Absicherung gegen diese Risiken zu unterstützen, setzen das Land Kärnten und der Bund auch in diesem Jahr auf ein umfassendes Versicherungspaket. Der finanzielle Beitrag des Landes zu dieser Entlastungsmaßnahme wurde in der heutigen Regierungssitzung beschlossen.

„In den vergangenen Jahren haben extreme Wettereignisse, aber auch Tierseuchen, enorme Schäden in der heimischen Landwirtschaft verursacht. Umso wichtiger ist es, unseren Bäuerinnen und Bauern bei der Absicherung gegen diese Risiken zur Seite zu stehen. Sie leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur Versorgungssicherheit unseres Landes. Mit diesem Versicherungsmodell gelingt es uns, mehrere Tausend Kärntner Betriebe zu entlasten“, betont Agrarreferent Martin Gruber. 2025 wurden Schäden in der Kärntner Landwirtschaft in der Höhe von rund 40 Millionen Euro über dieses Modell der Risikoausfallsversicherung abgedeckt.

Ziel der Maßnahme ist es, die eigenverantwortliche Risikovorsorge in der Landwirtschaft weiter zu stärken und Versicherungen leistbarer zu machen. Bund und Länder übernehmen dabei insgesamt 55 Prozent der anfallenden Versicherungsprämien, sodass die landwirtschaftlichen Betriebe lediglich 45 Prozent selbst finanzieren müssen.

Das Land Kärnten stellt dafür 2026 einen Beitrag von mehr als fünf Millionen Euro bereit. Das Versicherungspaket deckt Schäden an landwirtschaftlichen Kulturen durch Hagel, Frost, Dürre, Sturm sowie starke oder anhaltende Regenfälle ab. Darüber hinaus umfasst die Förderung auch Versicherungen gegen Schäden an landwirtschaftlichen Nutztieren, die durch Tierseuchen oder Tierkrankheiten verursacht werden. Die Abwicklung erfolgt wieder direkt über die Österreichische Hagelversicherung und die Vereinigte Tierversicherung.

„Dieses System hat sich bereits bewährt. Es bietet den landwirtschaftlichen Betrieben eine umfassende Risikoabsicherung und schafft wichtige Planungssicherheit. Gleichzeitig trägt es dazu bei, dass sich immer mehr Betriebe gegen Ernteausfälle und andere witterungsbedingte Risiken absichern. Gerade mit Blick auf vergangene Ereignisse sind diese Mittel daher sinnvoll und nachhaltig investiert“, so Gruber.

Quelle: LHStv Gruber
Foto: LPD Kärnten/Archiv