58. Internationale Holzmesse eröffnet
LH Fellner, LHStv. Gruber bei Eröffnung – von 2. bis 5. September alles rund um Wald und Holzbau – Mehr als 500 Aussteller aus dem In- und Ausland – Zahlreiche (Welt)Neuheiten präsentiert
KLAGENFURT. 500 Fachaussteller aus 20 Nationen, 21.000 Fachbesucherinnen und -besucher und eine Ausstellungsfläche von 50.000 Quadratmetern: das ist die größte Bühne für die moderne Forst- und Holzwirtschaft im Alpen-Adria-Raum: Heute, Mittwoch wurde die 58. Internationale Holzmesse am Klagenfurter Messegelände feierlich durch Landeshauptmann Daniel Fellner im Beisein von LHStv. und Forstreferent Martin Gruber sowie Landesrat Peter Reichmann eröffnet – und das unter dem Motto: „Vom Wald (Forst) bis zum Massivholz“.
In seiner Eröffnungsrede bezeichnete Landeshauptmann Daniel Fellner den Baustoff Holz als „kongenialen Rohstoff, mit dem rund 45.000 Arbeitsplätze entlang der Wertschöpfungskette in Verbindung stehen. Der Wald sichert somit Einkommen und spielt auch beim Klimawandel eine entscheidende Rolle.“
Für LH Fellner sei die Internationale Holzmesse DER Branchentreffpunkt im Alpen-Adria-Raum sowie in Mittel- und Südosteuropa: „Die Internationale Holzmesse ist weit über unsere Landesgrenzen hinaus ein Begriff und beweist seit Jahrzehnten, dass Klagenfurt das Zentrum der Branche im Herzen Europas ist. Mit über 21.000 erwarteten Fachbesuchern ist diese Messe nicht nur ein starker Impulsgeber für die regionale Wertschöpfung, sondern auch der Ort, an dem die Zukunft des modernen Bauens und Wirtschaftens stattfindet. Kärnten ist stolz darauf, Gastgeber für diese Leistungsschau zu sein.“ Ohne die nachhaltige und generationenübergreifende Arbeit in den heimischen Wäldern gäbe es diese Erfolgsgeschichte nicht, so Fellner. Er wolle für Zuversicht sorgen, und gemeinsam mit LHStv. Gruber als verlässlicher Partner auftreten, damit alle, die mit dem Rohstoff Holz wirtschaften auch weiterhin eine gesicherte Grundlage haben, so Fellner abschließend.
Landeshauptmannstellvertreter und Agrar- und Forstreferent Martin Gruber hob in seinen Eröffnungsworten den hohen Waldanteil Kärntens sowie die wirtschaftliche Bedeutung von Holz und Wald für das Bundesland Kärnten hervor. „Mit einem Waldanteil von über 60 Prozent prägen Wald und Holz nicht nur unsere Landschaft und Identität, sondern sind auch ein enormer Wirtschaftsfaktor für Kärnten. Jeder achte Arbeitsplatz hängt direkt oder indirekt von der Forst- sowie Holzwirtschaft ab und etwa 1,5 Milliarden Euro Bruttowertschöpfung werden entlang der gesamten Wertschöpfungskette erwirtschaftet. Dahinter stehen rund 20.000 Waldbesitzer ebenso wie Forstunternehmen, Sägewerke, Holzbaubetriebe, Tischler, Transporteure und viele weitere Unternehmen.
Die Internationale Holzmesse mache diese Vielfalt und Stärke sichtbar und bringe die gesamte Branche zusammen. „Sie ist zugleich einer der wichtigsten Branchentreffpunkte im Alpen-Adria-Raum und stärkt Kärnten als international vernetzten Holzstandort. Hier treffen Tradition und Erfahrung auf neue Technologien und Innovationen. Genau dieser Austausch ist entscheidend, um das große Potenzial unseres heimischen Rohstoffs Holz auch in Zukunft bestmöglich zu nutzen. Mein Dank gilt dem Team der Kärntner Messen, allen Partnern, Ausstellern und Unterstützern sowie auch unseren Waldbäuerinnen und Waldbauern, die tagtäglich harte Arbeit für den Wald von morgen leisten und dafür sorgen, dass wir vom Rohstoff Holz profitieren können.“, so Gruber abschließend.
Der Aufsichtsratsvorsitzende der Kärntner Messen, Harald Kogler bezeichnete die Internationale Holzmesse als Höhepunkt im Messekalender sowie als wichtigste Industriefachmesse in Österreich, die Tradition und Innovation miteinander verbinde. Kogler sprach dabei auch die Herausforderungen von steigenden Regulierungen, langsamen Entscheidungsprozessen sowie Sorge um den Wettbewerb an. Weiters thematisierte Kogler den Österreichischen Bundeslehrlingswettbewerb der Zimmerer am Freitag, 4. September.
Wirtschaftskammerpräsident Jürgen Mandl schloss sich Kogler an und stellte die Herausforderungen der Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Österreich in den Mittelpunkt. Weiters bezeichnete er die Holzwirtschaft als extrem exportorientiert und hob dabei auch die Qualität des Rohstoffes Holz hervor, das Know How in der Branche sowie die hochmotivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Siegfried Huber, Landwirtschaftskammerpräsident erklärte, dass er in seiner Funktion an die 18.000 Kärntner Waldbäuerinnen und -bauern vertrete, die aus dem Wald Einkommen beziehen. So stehe laut Huber auch jeder 10. und 11. Arbeitsplatz in Kärnten mit Holz in Verbindung. Huber wünschte sich neben Bürokratieabbau auch den Ausbau der Wertschöpfungskette Holz in Kärnten. Als gutes Beispiel sei man bei der Sanierung des bäuerlichen Bildungshaus Schloss Krastowitz und dem vermehrten Einsatz von Holz vorausgegangen.
Matthias Granitzer, Bundesobmann des Waldverbandes Österreich forderte eine geschlossene, faktenbasierte österreichische Position, was Entbürokratisierung der Wertschöpfungskette Wald und Holz betreffe und stellte das „Multitalent Wald“ vor.
Der Vorsitzende der Österreichischen Sägeindustrie, Markus Schmölzer, bezeichnete die Holzmesse als Treffpunkt der Holzbranche, hier werde die Zukunft des Werkstoffes Holz mitgestaltet. Auch Schmölzer thematisierte das aktuell wirtschaftlich schwierige Umfeld und die Verunsicherung der exportorientierten Wirtschaft. Gleichzeitig blicke Schmölzer aber mit Zuversicht in die Zukunft. So habe die Branche Unternehmerinnen und Unternehmer sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Chancen erkennen und diese auch nutzen.
Bürgermeister Christian Scheider bezeichnete die Messe als Treffpunkt und Plattform für Innovation sowie als Botschafterin für die Landeshauptstadt mit Strahlkraft über die Landesgrenzen hinaus. Weiters freue sich Scheider auch, dass das neue Congress Center Klagenfurt als künftiger Impulsgeber für Klagenfurt und Kärnten in Umsetzung gehen werden.
Alles Informationen rund um die Holzmesse unter: www.kaerntnermessen.at/veranstaltungen/internationale-holzmesse
Quelle: Büro LH Fellner/Büro LHStv. Gruber
Foto: LPD Kärnten/Bauer
