Schülerlotsen sorgen für einen sicheren Schulweg
LR Schuschnig und LR Reichmann besuchten Schülerlotsenausbildung in Villach – Lotsen leisten in ganz Kärnten einen unverzichtbaren Beitrag zur Verkehrssicherheit – Ausrüstung wird vom Verkehrsreferat des Landes bereitgestellt
KLAGENFURT. Gerade in den ersten Wochen nach den Ferien sind Kinder im Straßenverkehr besonders gefährdet. Viele Schulanfängerinnen und Schulanfänger sind zum ersten Mal selbstständig unterwegs, andere Kinder müssen sich nach der Ferienpause wieder an den Schulweg gewöhnen. Mit Schulbeginn sind daher in ganz Kärnten wieder rund 200 Schülerlotsen und 50 Schulweglotsen zur Sicherung des Schulweges vor und rund um Schulen im Einsatz. Kürzlich besuchten die Landesräte Sebastian Schuschnig und Peter Reichmann die Schülerlotsenausbildung in Villach.
„Die Sicherheit unserer Kinder hat höchste Priorität. Jeder Unfall auf dem Schulweg ist einer zu viel. Die Leistungen der Kärntner Schülerlotsen sind nicht selbstverständlich. Sie übernehmen Verantwortung für ihre Mitschüler und stehen ehrenamtlich bei Wind und Wetter im Einsatz. Das trägt maßgeblich zu einem sicheren, unfallfreien Schulweg bei“, so der für Verkehrssicherheit zuständige Schuschnig.
„Schule ist für mich weit mehr als Mathematik, Deutsch oder Englisch. Junge Menschen sollen dort auch lernen, Verantwortung zu übernehmen, aufeinander zu achten und für andere da zu sein. Genau dafür sind unsere Schülerlotsinnen und Schülerlotsen ein großartiges Beispiel: Sie stellen sich freiwillig in den Dienst ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler und tragen ganz konkret dazu bei, dass andere sicher zur Schule kommen. Das ist soziales Lernen nicht aus dem Schulbuch, sondern mitten im Leben“, betonte Bildungslandesrat Peter Reichmann.
Die Aufgabe der Schülerlotsen ist es, Lücken im Verkehr zu erkennen und mit der Verkehrskelle ins Verkehrsgeschehen einzugreifen, damit Schüler sicher die Straße überqueren können. Um als Schülerlotse tätig sein zu können, ist ein Alter von mindestens 13 Jahren und das Einverständnis der Eltern notwendig. Die Lotsen werden in speziellen Schulungen mit einem theoretischen und einem praktischen Teil bei der jeweils örtlichen Polizeiinspektion ausgebildet und erhalten einen behördlichen Ausweis für ihre Funktion.
„Die Lotsen sind wertvolle Partner der Polizei. Mit ihrem täglichen Einsatz an den Schutzwegen leisten sie einen unverzichtbaren Beitrag zur Verkehrssicherheit“ unterstreicht Chefinspektor Alfred Rauscher von der Landesverkehrsabteilung Krumpendorf. Er koordiniert landesweit die polizeiliche Ausbildung der Lotsen und die Zuteilung der notwendigen Ausrüstung, welche vom Verkehrsreferat des Landes bereitgestellt wird. Wenn in einer Schule die Bereitschaft seitens der Lehrpersonen sowie der Schülerinnen und Schüler vorhanden ist, einen neuen Lotsendienst in der Nähe einzurichten, berät Rauscher interessierte Schulleitungen gerne über die erforderlichen Schritte. Die Polizei bietet die erstmalige Ausbildung der neuen Lotsen flexibel auch während des bereits laufenden Schuljahres an.
Insgesamt sorgen in Kärnten rund 200 Schülerlotsen und 50 Schulweglotsen für mehr Sicherheit auf dem Wegschulweg, viele von ihnen sind ehrenamtlich tätig. „Das Ehrenamt ist eine tragende Säule unserer Gesellschaft und die Schülerlotsen gehen dabei mit bestem Beispiel voran“, so Schuschnig und Reichmann, die allen Schülerlotsen und Schulweglotsen für ihren Einsatz danken. Durch sie seien in der Vergangenheit viele Unfälle verhindert worden. Schulleitungen, die an ihrem Standort an einer Schulwegsicherung mit Schülerlotsen interessiert sind, können sich an die zuständige Bezirksverwaltungsbehörde und örtliche Polizeiinspektion wenden.
Quelle: Büros LR Reichmann/LR Schuschnig
Foto: LPD Kärnten/Wajand
