Arbeitskräfteagentur startet dritten Branchen-Call
LR Schuschnig: Betriebe können Bedarf ab heute wieder online einmelden – Erstmals duales Verfahren mit zwei Einreichphasen – Fokus auf aktuelle Mangelberufe – Gesamte Abwicklung über http://www.carinthia.com
KLAGENFURT. Der Fachkräftemangel stellt nach wie vor eine große Herausforderung für viele Betriebe dar und hemmt die Entwicklung der gesamten Kärntner Wirtschaft. Um einen Verlust der Wettbewerbsfähigkeit entgegenzuwirken, wurde im Jahr 2023 ein Projekt ins Leben gerufen, das darauf abzielt, Fachkräfte aus dem Ausland zu gewinnen.
Nach der erfolgreichen Abwicklung der ersten beiden Calls geht diese gezielte Fachkräftegewinnung nun in die nächste Runde. Ab heute, dem 10. März, haben Kärntner Unternehmen somit bereits zum dritten Mal die Möglichkeit, ihren Fachkräftebedarf über das Online-Portal einzumelden. Der dazugehörige Bericht wurde in der heutigen Regierungssitzung von Landesrat Sebastian Schuschnig vorgelegt.
„Die Arbeitskräfteagentur ist ein wesentliches Instrument, um heimische Unternehmen bei der Suche nach qualifizierten Arbeitskräften zu unterstützen. Mit dem dritten Branchen-Call setzen wir ein klares Zeichen für die Wettbewerbsfähigkeit unseres Wirtschaftsstandortes“, so Wirtschaftslandesrat Sebastian Schuschnig, der die Fachkräfteakquise auch 2026 mit drei Millionen Euro aus dem Wirtschaftsreferat des Landes Kärnten unterstützt.
In welchen Branchen die Akquise stattfindet sowie der Zeitraum eines Calls werden dabei jeweils von einem Expertenbeirat festgelegt. Bei dem nun startenden dritten Call wird es erstmals ein duales Verfahren geben. Der Start erfolgt am 10. März und läuft bis 14. Juni. Dabei können Einreichungen für alle Berufe der aktuellen bundesweiten und regionalen Mangelberufsliste erfolgen. In einer zweiten Phase im Herbst besteht dann gesondert die Möglichkeit für den Pflege- und Gesundheitsbereich. Der Call endet am 15. November. Das Portal zur gesamten Abwicklung ist wie gewohnt auf der Website des Standortmarketings unter http://www.carinthia.com angesiedelt. Unternehmen finden dort FAQs, einen interaktiven Chatbot sowie eine strukturierte Darstellung des Ablaufs bei einer Bedarfsmeldung.
Für Wirtschaftskammer-Präsident Jürgen Mandl zeigt der dritte Call der Fachkräfteoffensive, dass Kärnten entschlossen gegen den Arbeitskräftemangel vorgeht. „Gerade angesichts der demografischen Entwicklung ist klar: Ohne qualifizierten Zuzug werden viele Betriebe ihren Bedarf langfristig nicht decken können. Das große Interesse der Unternehmen an den bisherigen Calls bestätigt, wie dringend Unterstützung bei der internationalen Fachkräfteakquise benötigt wird. Tausende angesprochene Kandidatinnen und Kandidaten weltweit zeigen, dass Kärnten als Arbeitsstandort wahrgenommen wird. Jetzt gilt es, diesen Weg konsequent weiterzugehen und noch mehr qualifizierte Menschen für unser Bundesland zu gewinnen“, so Mandl.
Die Unternehmen sind dazu aufgerufen, ihre Stellenprofile möglichst genau zu definieren und anzugeben, ob sie ihren Bedarf bereits beim AMS gemeldet haben. „Es soll zu keinen Doppelgleisigkeiten kommen. Fachkräfte aus Kärnten und Österreich haben selbstverständlich Priorität. Erst wenn die Suche am heimischen Arbeitsmarkt erfolglos bleibt, wird die Agentur aktiv“, betont Schuschnig. Im ersten Call wurden über diese Initiative 113 Akquisen durchgeführt, im zweiten, im Jahr 2025, konnten 132 Fachkräfte für Kärnten angeworben werden. „Kärnten leistet absolute Pionierarbeit, wenn es darum geht, gezielt und fokussiert Arbeitskräfte zu akquirieren. In keinem anderen Bundesland ist die Suche nach Fachkräften so professionell aufgestellt“, so Schuschnig.
Das Carinthian International Center (CIC) begleitet das Onboarding der Fachkräfte und stellt eine strukturierte sowie mehrsprachige Unterstützung im gesamten Prozess sicher.
Quelle: Büro LR Schuschnig
Fotohinweis: Kärntner Volkspartei/Symbolfoto
