Land investiert 1,2 Mio. in Bahnlärmschutzmaßnahmen in Ferndorf
LR Schuschnig: „Investitionen in den Lärmschutz erhöhen Lebensqualität und entlasten unsere Gemeinden“ – Finanzierung mit Unterstützung aus dem Lärmschutzfonds – Lärmschutzwände auf rund 1,7 km Länge werden errichtet
KLAGENFURT. Das Land Kärnten treibt den Ausbau des Bahnlärmschutzes weiter konsequent voran. In der heutigen Regierungssitzung wurde der Landesanteil für ein weiteres Lärmschutzprojekt in der Gemeinde Ferndorf, im Bezirk Villach-Land, beschlossen. Entlang der Bahntrasse sollen auf einer Länge von rund 1,7 Kilometern hochmoderne Lärmschutzwände entstehen, um die umliegenden Anrainer in den Ortschaften Lang, Ferndorf, Politzen und Beinten vom Bahnlärm zu schützen. „Damit entlasten wir die Bevölkerung und erhöhen die Lebensqualität vor Ort spürbar“, sagt Verkehrslandesrat Sebastian Schuschnig. Das Projekt, das von ÖBB, Land Kärnten und Gemeinde Ferndorf gemeinsam finanziert wird, hat ein Volumen von über 3 Millionen Euro. „Von Landesseite stellen wir 1,2 Millionen zur Verfügung“, konkretisiert Schuschnig.
Eine zentrale Grundlage für die Umsetzung solcher Projekte bildet der Kärntner Lärmschutzfonds, der 2021 auf Initiative von Schuschnig eingerichtet wurde. Ziel des Fonds ist es, Gemeinden bei der Finanzierung von Lärmschutzmaßnahmen zu unterstützen. Denn wie beim Ferndorf-Projekt, ist bei solchen Maßnahmen immer auch ein Gemeindeanteil vorgesehen. „Den aufzubringen, ist in der aktuell schwierigen finanziellen Lage für die Gemeinden eine Herausforderung. Mit dem Lärmschutzfonds schaffen wir hier gezielt Abhilfe“, so Schuschnig, der damit das mit der ÖBB vereinbarte Finanzierungsmodell für Lärmschutzprojekte anspricht: Die ÖBB tragen die Hälfte der jeweiligen Projektkosten, die verbleibenden 50 Prozent sollten prinzipiell zwischen Land und Gemeinde aufgeteilt werden. Die Aufbringung genau dieses Gemeindeanteils unterstützt das Land über den Lärmschutzfonds. Für das Ferndorf-Projekt kommen daher 460.000 Euro aus dem Lärmschutzfonds. Der Anteil der Gemeinde Ferndorf reduziert sich dadurch auf rund 300.000 Euro.
Die Planung und Umsetzung von Bahnlärmschutzprojekten erfolgt immer in enger Abstimmung zwischen den ÖBB, dem Land Kärnten und den jeweiligen Gemeinden. Grundlage dafür sind detaillierte Lärmuntersuchungen sowie ein abgestimmter Errichtungsplan. Neben regionalen Lärmschutzprojekten brauche es aber auch langfristige Maßnahmen, vor allem für besonders belastete Regionen, wie den Zentralraum. In den Streckenabschnitt Klagenfurt bis Villach wurden in Summe bis jetzt zwar über 31 Millionen Euro in Lärmschutz investiert. „Insbesondere im Zentralraum ist die Lärmbelastung aber sehr hoch. Hier braucht es eine dauerhafte Lösung für den Güterverkehr! Unsere langjährige Forderung an den Bund nach einer Güterbahntrasse für den Zentralraum hat daher nicht an Dringlichkeit verloren“, appelliert Schuschnig. Daher werde sich die Landesregierung – im Sinne der Kärntner Bevölkerung – auch weiterhin auf Bundesebene dafür einsetzen.
Quelle: Büro LR Schuschnig
Fotohinweis: ÖBB/Harald Eisenberger
