Lärmschutz: Konkrete Maßnahmen für mehr Lebensqualität

LHStv. Gruber legte Bericht zu Lärmschutzmaßnahmen im Straßenbau vor – 6,5 Millionen Euro investierte das Land in den letzten Jahren in den Lärmschutz entlang von Landesstraßen – Lärmschutzwände, Fenstertausch und Flüsterasphalt entlasten Anrainer

KLAGENFURT. Um Anrainer langfristig vor verkehrsbedingten Belastungen zu schützen, investiert das Land Kärnten kontinuierlich in den Lärmschutz entlang von Landesstraßen. Heute, Dienstag, legte Straßenbaureferent LHStv. Martin Gruber der Landesregierung einen aktuellen Bericht über die gesetzten Maßnahmen vor.

„Ein funktionierender Wirtschaftsstandort benötigt eine funktionierende Verkehrsinfrastruktur. Dementsprechend investieren wir auch konsequent in unsere Straßen sowie in den öffentlichen Verkehr. Parallel dazu dürfen wir aber nicht auf diejenigen vergessen, die in unmittelbarer Nähe zu stark frequentierten Verkehrsachsen leben und deren Lebensqualität durch die Lärmbelastung beeinträchtigt werden kann“, erklärte Gruber im Pressefoyer.

Daher sei gerade in den Lärmschutz entlang von Landesstraßen in den letzten Jahren sehr viel investiert worden. „Seit 2018 wurden beispielsweise 15 neue Lärmschutzwände errichtet, das sind insgesamt rund 7.000 Quadratmeter. 2,7 Millionen Euro haben wir dafür aus dem Straßenbaureferat zur Verfügung gestellt,“ so der Landeshauptmann-Stellvertreter.

Zusätzlich zum Objektschutz durch Wände bestehe für Anrainer ebenso die Möglichkeit, eine finanzielle Unterstützung für den Einbau von lärmmindernden Fenstern oder Türen zu erhalten. In den letzten drei Jahren seien über 70 solcher Anträge abgewickelt worden.

Ein weiterer, wichtiger Baustein im Bereich des Lärmschutzes sei der sogenannte Flüsterasphalt, erklärte der Straßenbaureferent. „Wir haben im Straßenbaureferat in den letzten Jahren einen besonderen Schwerpunkt darauf gelegt, bei Fahrbahnsanierungen im Ortsgebiet auf lärmmindernde Fahrbahnbeläge und Deckschichten zu setzen“, so Gruber. In den letzten Jahren sei bei rund 20 Baulosen, so etwa auf der B81 Bleiburger Straße oder der L 134 Granitztal Straße, Flüsterasphalt eingesetzt und damit deutlich zur Lärmverminderung beigetragen worden.

Mit diesen drei Maßnahmen – Lärmschutzwände, Förderung von lärmmindernden Türen und Fenstern sowie Flüsterasphalt – habe das Straßenbaureferat des Landes in den letzten Jahren somit 6,5 Millionen Euro in den Lärmschutz investiert. „Wir nehmen die Lärmbelastung der Bevölkerung und Anrainer – egal ob durch Bahn- oder Straßenlärm – sehr ernst und setzen konkrete Schritte zur Entlastung. Durch unsere gezielten Maßnahmen können wir die Lärmbelastung signifikant reduzieren und so die Lebensqualität sowie das Wohlbefinden der betroffenen Bevölkerung nachhaltig verbessern“, so Gruber.

Quelle: Büro LH-Stv. Gruber
Fotohinweis: LPD Archiv