Kärnten und Steiermark verstärken gemeinsame Standortauftritte
LR Schuschnig bei Arbeitstreffen in Graz mit LR Ehrenhöfer sowie Wirtschaftskammern und Industriellenvereinigungen beider Länder – Gemeinsamer Auftritt bei EXPO in Belgrad und Wirtschaftsempfang in München geplant – Schuschnig: „Gemeinsamer Wirtschaftsraum bringt mehr Schlagkraft im Wettbewerb und erhöht internationale Sichtbarkeit“
GRAZ/KLAGENFURT. Kärnten und die Steiermark vertiefen ihre Zusammenarbeit in wirtschaftspolitischen Zukunftsfragen. Nachdem bereits zu Jahresbeginn im Rahmen eines gemeinsamen Arbeitstreffens in der Kärntner Landesregierung konkrete Schwerpunkte für künftige Kooperationen festgelegt wurden, sind heute, Montag, in Graz die nächsten Schritte vereinbart worden. Im Mittelpunkt des Arbeitstreffens mit Kärntens Wirtschaftslandesrat Sebastian Schuschnig, dem steirischen Wirtschaftslandesrat Willibald Ehrenhöfer sowie Vertretern der Wirtschaftskammern und Industriellenvereinigungen beider Bundesländer stand insbesondere die Intensivierung gemeinsamer Standortauftritte.
Konkret sind für das Jahr 2027 ein gemeinsamer Wirtschaftsempfang in München sowie ein gemeinsamer Auftritt im Österreich-Pavillon bei der EXPO in Belgrad vorgesehen. Die Weltausstellung findet von 15. Mai bis 15. August 2027 statt. Darüber hinaus sind gemeinsame Wirtschaftsdelegationen in wichtige Zukunftsmärkte geplant. Weitere Schwerpunkte des Treffens waren die Fortsetzung der gemeinsamen Bemühungen um zusätzliche Bundesmittel für den Breitbandausbau sowie die verstärkte Zusammenarbeit in wirtschaftlichen Stärkefeldern beider Länder.
„Unser übergeordnetes Ziel muss es sein, Kärnten und die Steiermark noch stärker als gemeinsamen Wirtschaftsstandort zu positionieren und zu vermarkten. Damit erhöhen wir die Sichtbarkeit unseres Wirtschaftsraums und gewinnen im internationalen Wettbewerb an Schlagkraft. Der gemeinsame Standortauftritt im Rahmen der EXPO in Belgrad und der Wirtschaftsempfang in München im kommenden Jahr bieten dafür ideale Voraussetzungen. Nicht nur auf internationalen Märkten eröffnen sich durch ein gemeinsames Auftreten neue Chancen. Auch gegenüber Wien haben wir bei gemeinsamen Interessen ein besseres Durchsetzungsvermögen. Ich denke hier u.a. an die von den Bundesländern geforderte Abschaffung der Flugabgabe für Regionalflughäfen. Aber auch um den flächendeckenden Breitbandausbau in den kommenden Jahren abzusichern, braucht es dringend Impulse aus Wien und eine klare Perspektive“, sagte Landesrat Schuschnig.
Auch Landesrat Ehrenhöfer unterstrich die Notwendigkeit gemeinsamer Auftritte: „Mit der Koralmbahn sind die Steiermark und Kärnten zusammengewachsen. Diese Chance müssen wir ergreifen und Synergien noch stärker nutzen. Dazu zählt auch, dass wir vor allem international sichtbarer werden und auf die wirtschaftlichen Chancen und Potenziale unserer Region entsprechend aufmerksam machen. Ich freue mich, dass heute vereinbart wurde, eine gemeinsame Marke zu etablieren, mit der wir künftig nach außen auftreten. Mit einem Wirtschaftsempfang in München und einer Teilnahme an der EXPO in Belgrad haben wir auch bereits konkrete Maßnahmen fixiert. Darüber hinaus intensivieren wir auch Kooperationen in wichtigen wirtschaftlichen Stärkefeldern beider Bundesländer. Unser Ziel ist es, dass wir wirtschaftlich gemeinsam wachsen können.“
Für die Wirtschaftskammer Kärnten und die Industriellenvereinigung Kärnten nahmen unter anderem WK-Kärnten-Vizepräsidentin Astrid Legner sowie IV-Kärnten-Vizepräsident Michael Velmeden am Arbeitstreffen teil. Seitens der Steiermark waren WK-Steiermark-Präsident Josef Herk und IV-Steiermark-Präsident Kurt Maier vertreten.
Quelle: Büro LR Schuschnig
Foto: Land Steiermark
