Föderlach: Baustart für Unterführung

LHStv. Gruber: „Wichtiger Schritt zu mehr Verkehrssicherheit und einem flüssigeren Verkehrsablauf“ – Rund 22 Millionen Euro werden in das Projekt investiert, 50 Prozent davon kommen aus Mitteln des Straßenbaureferates des Landes – Fertigstellung bis Herbst 2027 geplant

VILLACH. Mehr Sicherheit und ein reibungsloser Verkehrsfluss: Das soll durch eine neue Bahnunterführung, die Auflassung von zwei Eisenbahnkreuzungen und die Errichtung eines neuen Kreisverkehrs künftig in Föderlach erreicht werden. Investiert werden dafür rund 22 Millionen Euro, die zu jeweils 50 Prozent vom Straßenbaureferat des Landes sowie von den ÖBB getragen werden. Heute, Mittwoch, erfolgte vor Ort der Baustart des Projekts mit LHStv. Martin Gruber, Wernbergs Bürgermeisterin Doris Liposchek und Franz Jank, Regionalleiter der ÖBB-Infrastruktur AG.

„Durch die neue Unterführung der Landesstraße, die damit verbundene Auflösung der bisherigen Eisenbahnkreuzungen und durch begleitende Maßnahmen für Radfahrer und Fußgänger wird ein wichtiger Schritt hin zu mehr Verkehrssicherheit und einem flüssigeren Verkehrsablauf im Bereich der Bahnstrecke gesetzt. Das Projekt ist eine wichtige Millioneninvestition in die Infrastruktur von Straße und Schiene, die hier seitens des Landes und den ÖBB getätigt wird – gerade auch im Hinblick auf die Koralmbahn. Wir wünschen den projektbeteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern viel Erfolg und einen reibungslosen Bauablauf. Gleichzeitig bedanke ich mich bereits im Voraus bei allen Verkehrsteilnehmern und Anrainern für Ihr Verständnis und Ihre Geduld während der Baumaßnahmen“, erklärte Gruber.

Franz Jank, Regionalleiter ÖBB-Infrastruktur AG, betonte: „Die sicherste Eisenbahnkreuzung ist jene, die es nicht gibt. In diesem Sinne freuen wir uns auf das Projekt und die Möglichkeit hier innerhalb von zwei Jahren zwei Eisenbahnkreuzungen auflassen zu können. Bereits heuer starten wir mit den Vorarbeiten, wie Provisorien für Versorgungsleitungen, Herstellen der Fundamente für vier Hilfsbrücken, versetzen der Hilfsbrücken in Nachtsperren, etc. Damit ist gewährleistet, dass sowohl der Bahnbetrieb als auch die Hauptarbeiten zur Errichtung der Unterführung ungestört und sicher durchgeführt werden können. Durch eine geplante Baustellenlogistik und Verkehrsleitung werden die Einschränkungen für den Straßenverkehr so gering wie möglich gehalten. Wegen des neuen Fahrplanes ab Dezember 2025 und des laufenden Baustellenbetriebes ab 2026 ersuchen wir die Eisenbahnkreuzung in Föderlach wenn möglich großräumig zu umfahren.“

„Die Errichtung der Unterführung vermeidet zukünftig lange Wartezeiten und ermöglicht einen durchgehenden und ungehinderten Verkehrsfluss, welches bisher für Probleme im Alltagsverkehr gesorgt hat. Die langen Rückstaus und Wartezeiten gehören bald der Vergangenheit an“, so Bürgermeisterin Doris Liposchek.

Fertiggestellt soll das Projekt im Herbst 2027 sein, ab Juni 2027 soll die Unterführung samt Kreisverkehr in Betrieb gehen. Dann werden auch die Eisenbahnkreuzungen an der Dueler Straße und an der L59 Föderlacher Landesstraße aufgelassen. Die Landesstraße L 59 wird ausgehend von der bestehenden Eisenbahnkreuzung vollständig verlegt und damit nördlich der Bahn Richtung Westen am Bahnhof vorbeigeführt wo sie schließlich durch die neue Unterführung und einen Kreisverkehr wieder in die bestehende L 59 (Richtung Faaker See) zurückmündet. Der neue Kreisverkehr wird auf dem Niveau der Unterführung angelegt und soll damit auch den Kreuzungspunkt mit der Dueler Straße und der Dorfplatzstraße optimieren. Die Bauarbeiten erfolgen bei laufendem Bahnbetrieb, dazu werden nun im ersten Schritt die Behelfsbrücken der ÖBB eingebaut. Während der Hauptarbeiten ab Februar 2026 sind geringe verkehrliche Einschränkungen zu erwarten.

Quelle: LPD Kärnten
Fotohinweis: Büro LH-Stv. Martin Gruber